Heute möchte ich der Frage nachgehen, wie es sich am besten mit einem Fahrrad wohnen lässt. Klar, mit unserem Fahrrad fühlen wir uns am ehesten im Freien heimisch – hoch in den Bergen, zwischen den grünen Feldern oder auf einem Radweg. Da ist es manchem auch egal, ob es regnet oder schneit, er trotz dem ungemütlichsten Wetter. Aber irgendwann ist es dann doch Zeit, nach Hause zurückzukehren und dann stellt sich für manche die Frage „Wohin mit dem Fahrrad?“. Natürlich gibt es oft einen Keller und das Fahrrad kann auch draußen stehenbleiben und locker dem Wetter trotzen, doch für wahre Fahrradliebhaber sind das keine guten Alternativen (Diese würden die Frage wohl auch anders formulieren: „Wo darf mein Liebling-auf-zwei-Rädern denn wohnen?“). Ein gestohlenes Rad ist ein wahrer Alptraum und als Enthusiast befürchte ich bei gemeinsamen Fahrradkellern immer, dass andere Leute, die im selben Haus wohnen, mir einen Kratzer machen, die Reifen aufstechen oder meinem lieben Drahtesel sonst etwas Böses wollen. Außerdem wohnen viele von uns ja in Häusern, deren Keller nicht gut gelegen sind, um täglich das Rad von dort hochzutragen. Manche trifft das Problem auch erst in dem Moment, wo sie nicht mehr bei den Eltern zu hause wohnen und feststellen müssen, dass das neue Domizil gar keinen Keller hat.
Wer viel Platz und/oder enorme Angst um sein Fahrrad hat, stellt es sich in die Wohnung. Das ist dann „Wohnen mit Fahrrad“ im buchstäblichen Sinn. Im Fernsehen sieht man auch immer wieder hippe, junge Leute, die ihr Rad im selben Raum stehen haben, in dem sie auch wohnen. Es scheint sich ein Trend abzuzeichnen und der einstige Drahtesel wird zum Teil der Einrichtung. Aber Vorsicht: das sieht nur bei coolen Fahrrädern, meist schlanken, blitzsauberen Rennrädern, gut aus. Omas Klapperrad oder ein verdrecktes Exemplar machen das Zuhause kaum wohnlicher.
Wenn man das gute Stück beim Wohnen dann pausenlos im Blick hat, will man vermutlich noch mehr damit fahren. Angucken allein ist ja auch nicht das Wahre!
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